Margaret River Region / Western Australiens Südwesten

Samstag, 10.10.2020

Via Caves Road erreichen wir nach einer 30 minütigen Fahrt die Mammoth Cave. Eine beeindruckende Kalksteinhöhle. Die Führung erfolgt via Headset, verlangt eine einigermassen gute Fitness, da viele Treppen zu überwinden sind und beim Ausgang eine Höhendifferenz von gefühlten 100 Metern. Ein Besuch wert, wie auch die Ellen Brook at Mokidup Heritage in der Nähe von Margaret River. Zum Erkunden der Gegend geht es durch die vielen Wälder kreuz und quer, bis wir bei der Thompson Winery einige feine Weiss- und Rotweine kosten. Ein Blend, Cabernet und Merlot, hat es uns besonders angetan. https://www.margaretriverattractions.com/caves/mammoth-cave/
https://thompsonestate.com

Sonntag, 11.10.2020

Von Margaret River nehmen wir wieder die Caves Road. Ein Halt in der fantastischen Hamlin Bay, wird mit einer Überraschung belohnt. Einige grosse Rochen schwimmen in Strandnähe. Diese sind so zutraulich, dass sie sich streicheln lassen … natürlich aber nur, wenn dafür (tote) Fische als Belohnung gefüttert werden. Weiter südlich liegt Augusta, eine Kleinstadt, über welche es nichts zu erzählen gibt. Dafür beeindruckt uns Cape Leeuwin mit dem dritthöchsten Lighthouse Australiens. Dort treffen sich der Indian und der Southern Ocean. Auf dem Rückweg ist das Rivermouth des Magaret Rivers ein Muss. Die See tobt, der Wind bläst und der friedliche Fluss wird vom Ozean gefressen.
https://www.margaretriver.com/members/hamelin-bay-beach/

Montag, 12.10.2020

Wir verlassen die Margaret River Region via Nannup, Bridgetown, Manjimup und übernachten in Walpole. Vor dem Nachtessen bleibt uns noch Zeit den Giant Tingle Trees Park aufzusuchen. Die Bäume sind absolut gigantisch, unfassbar hoch, aber in erster Linie mit Stämmen mit einem Umfang von mehreren Metern ausgestattet. Von dieser fast 300 km langen Fahrt, bleiben uns die unglaublichen Wälder - sicher 90 % des Weges waren wir umgeben von Eukalypusriesen und anderen Hölzern. War die Sicht weiter als an den nächsten Baum, duften wir eine von Rindern geprägte Landwirtschaft erleben. Weidende Herden von wohl über 100 Tieren waren die Norm. https://parks.dpaw.wa.gov.au/site/giant-tingle-tree

Dienstag, 13.10.2020

Nach einem Kaffee-Frühstück, parkten wir im Valley of the Giants Tree Top Walk Park. Tingle Bäume, riesig und beeindruckend. Über 400 jährig, immer noch stramm und jedem Wetter trotzend. Jacqueline machte sich auf den Tree Top Walk. Ich verzichtete wegen meiner Höhenangst liebend gerne, denn die wackligen Brücken, mehr als 40 Meter über dem Boden, sind schlicht und einfach nichts für mich.
https://parks.dpaw.wa.gov.au/site/tree-top-walk

Kurzer Abstecher an die Peaceful Beach. Eine wunderbare Bucht, leider heute einem starken und kühlen Wind ausgesetzt. So verzichteten wir auf einen längeren Aufenthalt und besuchten spontan die Monkey Rock Winery. Uns hat einfach der Name gefallen. Ein Zertifikat an der Wand verriet uns, dass hier Schweizer Wurzeln verankert sind. Tatsächlich ist die Besitzerin Tochter einer Eidgenossin und führt das Weingut mit ihrem australischen Ehemann. Nicht nur Wein wird hergestellt, auch Cider (suure Moscht), Olivenöl und verschiedene Liköre. Das Gespräch war spannend, informativ und lustig - eben Australien.
https://www.monkeyrockwinery.com.au

In Albany endete unser Tag im Emu Point Motel. Vorher fuhren wir auf eine Anhöhe über die Bucht zum Nationalen ANZAC Zentrum (ANZAC = Australian New Zealand Army Corps). ANZAC war ein Armeekorps der Streitkräfte es Britischen Empire im Ersten Weltkrieg.

Mittwoch, 14.10.2020

Übrigens: das Wetter in Australien ist nicht immer schön und warm. Heute ist der Himmel bewölkt, das Thermometer übersteigt die 16 Grad Celsius nicht und ein böiger Wind bläst uns um die Ohren. Wir sind nicht untätig und fahren zum „The Gap“, eine Kliffformation beim Ort Big Grove. Eine Besucherplattform erlaubt einem, 40 Meter über dem Meer zu stehen.

Ganz in der Nähe befindet sich eine alte Walfangstation. Obschon der Walfang an und für sich kein Ruhmesblatt ist, war der Besuch informativ und spannend. Ein restauriertes Walfangschiff konnte entdeckt werden, die ganzen Prozesse der Walverarbeitung wurde interaktiv veranschaulicht. Zum Glück stellte die Cheynes-Beach Whaling Company ihren Betrieb 1978 ein, dies als letzte Walfanggesellschaft in Australien.
http://www.discoverybay.com.au/historic-whaling-station

Donnerstag, 15.10.2020

Wir verlassen die Küstenregion und fahren Richtung Outback. Das tönt für uns abenteuerlich und phantastisch. Im Porongurup Nationalpark steigen wir in einer 45 minütigen Wanderung zum Granite Rock Sky Walk auf. Die Steine sind mehrere Millionen Jahre alt und der Sky Walk erlaubt den Besuchern einen gewaltigen Blick über die fantastische Landschaft. Für den Abstieg benötige ich mehr Zeit als für den Aufstieg: ein untrügliches Zeichen, dass meine Knie schon einige Belastungen auszuhalten hatten …
https://parks.dpaw.wa.gov.au/site/granite-skywalk

Die Landschaft wird immer offener. Die Wälder werden durch flache Felder ersetzt. Wir sind in der Kornkammer Australiens angekommen. Korn so weit das Auge reicht. Dafür, je länger die Fahrt dauert, immer weniger Ortschaften und Menschen. Alle 100 Kilometer ein Roadhouse mit Tankstelle … und sonst Korn, Korn, Korn.

Hyden wird uns beherbergen. Bekannt ist hier eigentlich nicht der Ort, sondern der Wave Rock, eine etwa 2,7 Milliarden Jahre alte Granit-Gesteinsformation, die durch Erosion und Witterung zu einer Welle geformt wurde. Schon die Aborigines nannten ihn eine Welle aus Gestein, 15 Meter hoch und etwa 110 Meter lang.

Dorthin wollten wir unbedingt. Awesome !!! Bucket List- done.
https://waverock.com.au