hitting the road

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Die Strassen sind grosszügig ausgebaut. Wir benötigen wenig Zeit für unsere Fahrt. Im Hafenviertel von Fremantle, welche an der Mündung des Swan Rivers liegt, hat es genügend Parkplätze. 1987 wurde die Segelregatta America’s Cup ausgetragen. Das Quartier ist herausgeputzt, die wunderbaren Häuser aus der Kolonialzeit sind eine Augenweide, viele kleine Shops prägen das Strassenbild. Nach einem wunderbaren Kaffee bringt uns die Fähre in rund 30 Minuten nach Rottnest Island. Von den Aborigines der Noongar Wadjemup genannt. Die Insel ist bedeutend für seltene Tierarten, da sie frei von Räubern wie Füchsen und Ratten gehalten werden konnte. So konnte das Quokka, ein Kleinkänguru, dort überleben. Und dieses Tier hat uns auch motiviert, diesen Ausflug zu unternehmen. Die Tiere sind sehr zutraulich. Im Hauptort Thomson Bay haben sich einige Exemplare angesiedelt und leben in Koexistenz mit den vielen Touristen. Die Insel kann zu Fuss oder per Velo erkundet werden. Wir waren zu Fuss unterwegs. Da uns der Rückweg zu mühsam war, warten wir auf das regelmässig und pünktlich verkehrende Insel-„Poschi“.
https://rottnestisland.com

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Die Fahrt ging Richtung Süden. Die Vororte von Perth erstrecken sich weiterhin. Alles ist besiedelt. Wir steuerten Penguin Island an. Wieder ging es auf die Fähre, diesmal aber dauert die Fahrt wohl knapp fünf Minuten. Kormorane, Pelikane, Möwen und Kleinpinguine leben auf der nur 800 Meter langen und wohl keine 100 Meter breiten Insel. Es kreischt und kräht. Die vielen Tausend Möwen übertönen alles. Pelikane ziehen ihre Runden über unseren Köpfen. Die Strände sind einladend und einsam. Unsere kurze Wanderung hat aber eine grosse, im wahrsten Sinne des Wortes, Überraschung bereit. In einer Felsenhöhle am Strand liegt ein Seelöwe gelassen im Schatten und bewegt von seien wohl rund 150 kg lediglich die Augenlider.
https://www.penguinisland.com.au/#welcome-1

Im Yalgorup Nationalpark bestaunen wir Thromboliten, lebende Fossilien. Zusammen mit Stromatolithen bildeten sie vor Jahrmilliarden die Sauerstoff-Atmosphäre auf unserem Planeten. Diese ersten Einzeller haben an wenigen Orten auf der Welt überlebt. Der wunderschöne Lake Clifton ist einer davon.
https://parks.dpaw.wa.gov.au/site/lake-clifton-thrombolites

Für heute ist Bunbury Endstation. Die Stadt ist nach Perth die Zweitgrösste in Western Australia. An den Felsen zerschellt das Meer und lässt uns einen gigantischen Kampf der Kräfte - Wasser gegen Erde - erleben. Beim Italiener gibt es Spaghetti und Pizza.
http://www.bunbury.wa.gov.au/SitePages/Home.aspx

F03T4234jpeg

Freitag, 09. Oktober 2020

Von Bunbury fahren wir nach Busselton. Bekannt ist die Stadt für den 1853 bis 1865 errichtete Busselton Jetty. Er gilt mit 1,8 Kilometern Länge als der zweitlängste Anlegesteg in Holzbauweise der Welt. Aufgrund des seichten Küstenverlaufs und der Untiefen wurde hier ein sehr langer Steg für die Versorgung mit Wasserflugzeugen oder Schiffen benötigt. Wir wandern hinaus und zurück. Für 14 AU$ kannst Du auch einen kleinen Eisenbahnzug benutzen und deine Kräfte sparen …
https://www.busseltonjetty.com.au

Jetzt wird es ländlicher. Westlich von Busselton beginnt die Margaret River Region. Kurz „Margs“. Die Gegend ist phantastisch … wenn man stundenlange Fahrten durch Eukalyptuswälder mag. Eagle Bay ist ein Abstecher wert. Die Bucht ist riesig, das Wasser ruhig und die Farben reichen von hellgrün bis dunkelblau.

F03T4278jpeg

Nur ein Steinwurf entfernt befinden sich die Canal Rocks. Der Indische Ozean hat Spalten und Kanäle in die Felsen der Landzunge gegraben. Das tobende Meer steuert dann noch eine grosse Prise Action in das an und für sich schon fabelhafte Schauspiel bei.
https://parks.dpaw.wa.gov.au/site/canal-rocks

Kurz vor der Kleinstadt Margaret River, müssen wir natürlich die Cullen Winery besuchen, welche 2020 als bestes Weingut Australiens ausgezeichnet wurde. Die Reben werden auf den uralten Böden von Wilyabrup angebaut. Das Weingut ist in Familienbesitz und sehr übersichtlich. Die Rotweine waren für unsere Gaumen enttäuschend. Hingegen überzeugten die Weissen, so zum Beispiel der Sauvignon Blanc/Semillon.
https://www.cullenwines.com.au