A D E L A I D E

Hahndorf
Eine Touristenattraktion der Region Adelaide. Gegründet von deutschen Lutheranern, welche damals vom Preussenkönig Friedrich Wilhelm III. wegen ihrer Religion verfolgt wurden und so nach Australien auswanderten. 1838 legte ein Schiff unter dem Kommando von Kapitän Hahn in Port Adelaide an. Er war vom Auswanderungswillen seiner Landleute so beeindruckt, dass er ihnen half ein geeignetes Stück Land zu finden. Zu Ehren des Kapitäns wurde die Siedlung Hahndorf genannt. Noch heute wird die deutsche Tradition gelebt. Vieles ist in Deutsch angeschrieben. Es gibt Bockwurst, Bier und Apfelstrudel. Die Gebäude in der Main Street sind aus der damaligen Zeit erhalten geblieben. Die Einfahrt nach Hahndorf beeindruckt mit einer wunderbaren Allee mit vielen alten Bäumen.

Adelaide
Die 1.3 Millionen Metropole und Hauptstadt von Süd Australien, empfängt uns mit kühlem und teilweise nassem Wetter. Nach den 38 Grad Celsius im Barossa Valley, sind die 16 Grad auch für Schweizer schon fast winterlich kalt. So war auch der erste Eindruck der Stadt nicht gerade berauschend. Die Temperaturen ging in den nächsten Tagen auf und ab, mal 36 und am nächsten Tag nur noch maximal 12 Grad.

Passend zu den Adelaide Hills, denn wir sind in unserem Leben wohl noch selten so viel auf und ab und kurvenreich Auto gefahren, wie in dieser Gegend. Wald, Hügel und Kurven ohne Ende. Die Schnellstrasse aus der Stadt hinauf auf die Hügel ist so steil, dass die Lastwagen bei der Abfahrt eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h „bremsen“ dürfen. Auf einer Strecke von 5 Kilometern hat es für die Road Trains drei Notfallausfahrten (wie in der Schweiz auf der Strecke von Châtel-Saint-Denis nach Vevey runter).

In den Hills, insbesondere im Belair Nationalpark, besteht eine fast 100 %-ige Gewähr, dass Du Koalas sehen kannst. Im Garten unseres Air B&Bs sassen denn auch prompt drei Koalas in den Wipfeln der Eukalyptusbäume. Und bei der Ausfahrt vom Stirling Golfplatz sass einer auf der Strasse. Die Flucht vor uns beeindruckend. Wir hätten nie gedacht, dass ein Koala so flink und schnell rennen kann. Aber nur für eine kurze Strecke, dann kletterte er auf einen Baum und blieb in einer Höhe von rund vier Metern sitzen und beobachtete die mit Fotokameras bewaffneten Schweizer. Was wohl seine Gedanken waren?

Wir unternahmen jeden Tag viel. So ging’s nochmals runter in die Stadt. Diesmal bei Sonnenschein. Der erste Eindruck war schnell korrigiert. Die Fussgängerzone Rundle Mall mit vielen zum Teil exklusiven Geschäften, der Torrens River, das Adelaide Oval (ein Sportstadion für Rugby, Cricket und Football - nicht unser Fussball, welcher Soccer genannt wird), die Festival Hall, die vielen Grünflächen und die Kompaktheit des CBD (Central Business District) sind wunderschön und beeindruckend.

Am Saint Vincent Golf entdecken wir lange, feinsandige und wunderschöne Strände. Glenelg ist einer davon. Wunderbar mit dem Tram erreichbar. Dann Henley Beach. Kilometerlang. Keine Hochhäuser. Strassenmusiker, Restaurants, Take Away Stände, eine Jetty und das Leben wird zelebriert.

Weiter südlich Maslin- und Sellicks Beach, Hallet Cove und viele mehr. Interessante Orte zum Entdecken oder zum Entspannen. Lange Beachwalks ein Muss, einladende Strände sauber und sicher.

Die Fleurieu Peninsula ist sehr hügelig und dadurch abwechslungsreich. Weingüter haben sich im McLaren Vale und Langhorncreek etabliert. Ebenso Boutique Winerys in den Adelaide Hills. Die Weine stehen denen aus dem Clare- und Barossa Valley in nichts nach. Preisgekrönte Winerys und Award Winning Restaurants hüben und drüben.

In den Hügeln hoch über der Stadt ist ein Besuch des Mount Lofty Botanic Gardens empfehlenswert. Auf verschlungenen und teilweise sehr steilen Pfaden kannst Du die Flora und Fauna Südaustraliens entdecken. Von Farnen bis zu riesige Bäumen ist alles dabei. Der Gipfel des Mount Lofty, immerhin 727 Meter über der Stadt Adelaide gelegen, ermöglicht einen wundervollen Blick auf die Adelaide Ebene und die Stadt. Weiter führt uns die Reise zu den Morialta Falls und zum Waterfall Gully, wie die Namen schon sagen, Wasserfälle. Insbesondere das Gebiet um die Morialta Falls laden zu Wanderungen ein. Wer will, kann sich auch unter einen der drei Wasserfälle stellen oder in einem der Ponds ein Bad nehmen.

Eine knappe halbe Stunde ist es nach Flagstaff Hill und einer Wanderung im Sturt Gorge Recreation Park. Entlang dem kleinen Fluss führt ein schmaler Pfad. Ab und zu musst Du den Fluss überqueren, damit der Walk fortgesetzt werden kann. Fantastische Felsformationen, kleine aber feine Wasserfälle und Höhlen begleiten dich auf deinem Weg. Der Abstieg in die Schlucht war steil, ebenso der Aufstieg. Die Bilder ein herrliches Ergebnis der Anstrengung.